Vorallem in der Anfangszeit sehen wir T-Girls nunmal aus wie Kerle in Frauenkleidern und das macht den Gang an die Öffentlichkeit zu einem Spiessrutenlauf. Blöde Blicke zermürben uns und wir würden am liebsten mit einer Burka rumlaufen. Zaubern können wir nicht, breite Schultern, tiefe Stimme, Bartschatten und vieles mehr sind als ob wir ein Schild über dem Kopf hätten auf dem steht: “ey guck und grins blöd”. Aber wir können doch so einiges verbessern. Damit lässt sich nicht auf Anhieb ein 100% Passing hinkriegen, aber es hilft schon viel, wenn die grosse Mehrheit einem nicht mehr bemerkt. Um das zu erreichen, heisst es: Akzente setzen!
Nachfolgende Bilder sind zwei Monate voneinander entfernt, auch wenn ich beim neueren Bild noch weit entfernt davon war, “meinen Stil” gefunden zu haben, sind die Unterschiede doch erstaunlich und zeigt, was für ein Potential ein geschlechtstypisiertes Styling haben kann.
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Der Hirnscanner sucht Akzente
Das menschliche Hirn ist eine lustige Kiste. Wir scannen unsere Umwelt und unser Hirn registriert alles was kreucht und fleucht, in dem es markante Punkte wiedererkennt. Selbst ein Strichmännchen oder ein Smiley wird sofort erkannt, weil die wesentlichen Eckpunkte erkennbar sind. Wenn wir durch die Strassen laufen, registriert unser Hirn alles was sich um uns rum bewegt. Alles wird klassifiziert und löst gegebenenfalls Reaktionen aus wie Angst, Irritation oder Sonstiges. Wenn jemand einem Wesen begegnet, das nicht sofort als männlich oder weiblich erkennbar ist, beginnt der Feinscanner, das heisst, wir analysieren das Gegenüber viel detailierter. Und genau hier liegt nun der Trick.
Jenseits der Androgynität
Die Unterscheidung zwischen männlich und weiblich erfolgt aufgrund von Klischees und anatomischen Eckpunkten. Läuft jemand in Jeans-Tshirt-Turnschuhen vorbei und hat auch noch kurze Haare, dann muss unser Hirncomputer genauer hinschauen was das für n’Ding ist. Kommt da jedoch was mit kurvigem Körper, langen Haaren, Rock auf hohen Absätzen, mit Farbe im Gesicht…… spätestens da wird das Gegenüber in die Weiberkiste geschmissen und damit ist in der Regel die Sache erledigt.
Der Mensch – das Piktogramm
Wir sind uns das nicht bewusst, aber wir scannen tatsächlich alles um uns rum. Wo sofort vermeintliche Klarheit herrscht, ignorieren wir das Gegenüber. Deshalb ist nach meiner Erfahrung enorm hilfreich, wenn man Akzente setzt, die unserem Umfeld mit klaren Signalen zeigen, was für ein Geschlecht wir sind.
Man kennt ja diese Piktogramme auf Klos. Noch einfacher ging’s nicht. Trotzdem sieht man immer sofort, welches das Herren- und welches das Damenklo ist. Genau das können wir uns zunutzen machen.
Kein Overkill – dezente Akzente
Dabei ist es aber ebenso wichtig, keinen Overkill zu fabrizieren. Keine Frau läuft rum wie ein PinUp Model. Roter Lackmini und 14cm Pumps sind zwar feminim, fördern aber nicht grad die Unauffälligkeit oder die Natürlichkeit. Es geht hier nicht darum, vollgas zu geben sondern dezent die wesentlichen Akzente zu setzen. Ein schlichter Rock, feminime Schuhe, dezenter Lippenstift und etwas Dunkelzeuchs um die Augen und schon sind die uns umgebenden Hirncomputer zufrieden und klassifizieren uns auf den ersten Blick korrekt.
Die Mehrheit zählt
Klar, wenn jemand genauer hinschaut, dürften nur Wenige so gut rüberkommen, dass es nicht zu Irritationen führt. Aber nach meiner Erfahrung stärkt es das Selbstbewusstsein erheblich, wenn wenigstens die grosse Mehrheit an einem vorbeiläuft, ohne dass die Augen aus den Höhlen treten.
Svenja hat einmal eine 7-teilige Serie zum Thema Passing geschrieben, die ich an dieser Stelle wärmstens empfehle. Abgesehen von dem für sie typischen Humor, ist diese Serie voll von wertvollen Tipps:
Svenja: 7 Tipps für ein besseres Passing
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21:55
Machte mit meiner frau mal ein fotoshooting
wo ich meine ersten frauen fotos machte da hatten schon einige mühe mich wieder zu erkennen und das waren wohl gemerkt meine freunde und freundinen
das tat richtig gut für die seele