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	<title>Transsexuell? Fragen?</title>
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	<description>Fragen, Antworten, Tipps und Tricks</description>
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		<title>Deep Stealth oder Aufklärung?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 18:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diana</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Outing]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Verlaufe der geschlechtsangleichenden Massnahmen kommt man mit viel Glück irgendwann soweit, dass Aussenstehende einem die transsexuelle Vergangenheit nicht mehr ansehen. Da Diskriminierungen mehr oder weniger zu unserem Alltag gehören oder zumindest stets das Risiko besteht, gehen Einige einen relativ radikalen Weg der sich &#8220;Deep Stealth&#8221; nennt. Dieser Ausdruck kommt soviel ich weiss vom Geheimdienst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2ZyYWdlbi50Z2lybC5jaC93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMC8wNC92ZXJzdGVja3QuanBn"><img src="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/uploads/2010/04/versteckt.jpg" style="float:left;" alt="" title="versteckt" width="158" height="323" class="alignleft size-full wp-image-154" /></a>Im Verlaufe der geschlechtsangleichenden Massnahmen kommt man mit viel Glück irgendwann soweit, dass Aussenstehende einem die transsexuelle Vergangenheit nicht mehr ansehen. Da Diskriminierungen mehr oder weniger zu unserem Alltag gehören oder zumindest stets das Risiko besteht, gehen Einige einen relativ radikalen Weg der sich &#8220;Deep Stealth&#8221; nennt. Dieser Ausdruck kommt soviel ich weiss vom Geheimdienst und bedeutet sinngemäss &#8220;vollumfängliches Untertauchen&#8221;. Der Gedanke dahinter ist der, dass man seine Vergangenheit nie loswird, solange man von Menschen umgeben ist, die davon wissen. So gibt es die Möglichkeit, in eine andere Stadt zu ziehen, die Kontakte zum sozialen Umfeld inklusive Familie zu beenden und sozusagen ein neues Leben anzufangen. Es liegt auf der Hand, dass man dafür einen hohen Preis zahlt, man verliert alle Menschen die einem viel bedeuten. Dafür lockt die Möglichkeit, ein Leben als &#8220;normale Frau&#8221; führen zu können, die nie wieder an ihre Vergangenheit erinnert wird und vorallem nicht Opfer von Gewalt oder Diskriminierung wird aufgrund ihrer Geschichte.</p>
<p>Ich persönlich halte diesen Weg für sehr gefährlich, aus mehreren Gründen.</p>
<p><strong>Verlust des sozialen Netzwerks</strong><br />
Einerseits verliert man wie gesagt alle Freunde, das ganze soziale Netz ist von heute auf morgen weg. Niemand mehr der mit einem lacht oder weint, man ist ganz auf sich alleine gestellt, zumindest bis man ein neues soziales Netzwerk aufgebaut hat. Gerade für transsexuelle Menschen dürfte das sehr schwer sein. Aber diesen Aspekt kann man überstehen, man hat dafür das Zückerchen, dass man neue Freunde findet, die einem dann als 100%ige Frau wahrnehmen und nicht für ewig diesen Kerl in ihrem Hinterkopf behalten, der man scheinbar einmal gewesen sein soll.</p>
<p><strong>Wenn alles vergebens war</strong><br />
Ein weiteres Risiko liegt darin, dass man nie wirklich sicher sein kann, ob man nicht doch irgendwann &#8220;entdeckt&#8221; und geoutet wird. Dann hat man zwar alles obgenannte verloren, aber nichts dazu gewonnen. Was bleibt ist die nächste Flucht. Auch dieses Risiko ist tragbar, eben weil man notfalls einen nächsten Versuch machen kann, aber damit nimmt man wieder einen langen und beschwerlichen Weg auf sich.</p>
<p><strong>Der Paranoia-Faktor</strong><br />
Für mich der wesentlichste Faktor ist jedoch, dass man so ständig in Angst leben muss. Ein neu aufgebautes Leben &#8220;ohne Makel&#8221; kann von heute auf morgen zerstört werden. Das führt meines Erachtens schon fast zwangsläufig zu permanenter Angst, entdeckt zu werden &#8211; bis hin zum pathologischen Verfolgungswahn. Bei jeder Begegnung und jedem Gespräch muss man befürchten, dass etwas schief läuft und das ganze Kartenhaus auseinander fällt. Ich persönlich würde dabei durchdrehen, so gut kenne ich mich (was nicht heisst, dass Andere nicht damit umgehen können). Ich würde mich völlig verrückt machen und die Angst würde mir wie ein Schatten folgen. Dieser permanente Stress kann extrem zermürbend sein &#8211; ausser man hat Nerven wie Drahtseile.</p>
<p><strong>Die Alternative &#8211; aufklären und standhalten</strong><br />
Aus obgenannten Gründen habe ich einen anderen Weg gewählt, ich tue genau das Gegenteil. Wer auch immer mich kennenlernt und es nicht von alleine merkt, wird von mir relativ schnell informiert. Nicht, weil ich glaube, eine Rechenschaftspflicht zu haben, sondern weil ich ebendieser Angst entgehen will. Ich bin eine transsexuelle Frau, habe mir das nicht ausgesucht und muss mich nicht dafür schämen. Dazu kann und darf ich stehen. Wenn jemand damit nicht klar kommt, kann er mir den Buckel runter rutschen, ich brauche keine Leute die so intolerant sind. Wenn ich in mein Stamm-Pub gehe, muss ich mir unterwegs und vor Ort keine Sorgen machen, entdeckt zu werden, man kennt mich und weiss wer und wie ich bin. Meine Erfahrung zeigt, dass die überwältigende Mehrheit mich genauso annimmt wie jede andere Frau. Diese Offenheit gibt mir enorme Freiheit und Gelassenheit, es gibt nichts zu verbergen, nichts zu entdecken, ich bin so wie ich bin und stehe zu mir und zu allen Fascetten meiner Wesensart. Deshalb kann ich es mir auch leisten, so ein Blog zu führen inklusive Fotos, auf denen man mich erkennen kann und wird. So what?</p>
<p><strong>Selbst-Akzeptanz</strong><br />
Ich glaube, wenn man beginnt seine Transsexualität zu verstecken, beginnt man vor sich selbst davon zu laufen und man hört auf sich selbst zu respektieren als das was man ist, eine transsexuelle Frau die genauso gut oder schlecht ist wie Andere, die positive und negative Seiten hat, die geliebt und verachtet wird, eigentlich etwas was allen Menschen angedeiht. Wir sind TwoSpirits, Menschen die auf ihre Weise ganz speziell sind, die diese Welt aus zwei Seiten betrachten können. In vielen Kulturen würden wir geehrt &#8211; sollen wir diese unsere Eigenart verstecken, nur weil die westliche Kultur das nicht zu schätzen weiss? Nein, wir sind nicht besser als Andere, aber wir sind auch nicht schlechter, wir sind einfach anders, das ist Ausdruck inserer Individualität &#8211; dem Grundrecht eines jeden Individuums.</p>
<p><strong>Oder doch Deep Stealth?</strong><br />
Man möge mich hier nicht falsch verstehen, wie bei allem was ich schreibe, ist es meine subjektive Meinung. Mein Weg kann und darf nicht Euer Weg sein, jede von uns ist ihres eigenen Glückes Schmied. Die Einen müssen das tun, was Andere nicht können, da gibt es kein richtig oder falsch. Ich denke, wenn es jemandem gelingt, so ein ganz neues Leben aufzubauen und wenn diese Person stark genug ist, die daraus resultierende Angst zu überwinden, dann kann das zu einem unbeschreiblich glücklichen Leben führen. Aber ich befürchte, dass sich die Meisten damit gehörig die Finger verbrennen würden und rate deshalb davon ab &#8211; nicht als allgemeingültiger Ratschlag sondern als Hinweis, sehr gut darüber nachzudenken, auf welche Weise man ein ruhigeres Leben führen kann.</p>
<p><strong>Oder einmal mehr der goldene Mittelweg?</strong><br />
Vielleicht wäre für Viele sogar eine Mischung aus beiden Extremen der goldene Mittelweg. Warum nicht in eine neue Stadt ziehen, eine neue Arbeitsstelle annehmen und sich nicht outen. Warum nicht die wirklich guten Freunde und Verwandten behalten, in der Gewissheit, dass sie zwar den Kerl der Vergangenheit nie vergessen, einem aber nichtsdestotrotz lieben und schätzen? Wichtig dabei ist meines Erachtens nur eines, sich nicht darauf zu versteifen, dass man ja nie geoutet wird. Denn irgendwann wird es vermutlich soweit kommen und dann gibt es nur eine Lösung: Zu sich selbst stehen, mit erhobenem Haupt und sagen: </p>
<p>Ja, ich bin eine transsexuelle Frau &#8211; so what?</p>
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		<title>Geschlechtsangleichende Operation (GaOp)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 22:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diana</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizinisches]]></category>

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		<description><![CDATA[WICHTIGE VORINFORMATION
Die hier gebotenen Links auf andere Webseiten sind teils sehr schwer zu verdauen. Es geht hier um Operationen und die hier aufgeführten Webseiten enthalten Bildmaterial in teils blutiger Art. Bitte lest diesen Artikel genau und entscheidet erst nach dem Lesen eines Kapitels, ob Ihr euch den Link wirklich zumuten wollt. Da gehts teils sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong style="color: red;">WICHTIGE VORINFORMATION</strong><br />
Die hier gebotenen Links auf andere Webseiten sind teils sehr schwer zu verdauen. Es geht hier um Operationen und die hier aufgeführten Webseiten enthalten Bildmaterial in teils blutiger Art. Bitte lest diesen Artikel genau und entscheidet erst nach dem Lesen eines Kapitels, ob Ihr euch den Link wirklich zumuten wollt. Da gehts teils sehr gruslig zu und her.</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Geschlechtsangleichende Operation</strong></span><br />
Bei der GaOp wird das männliche Geschlechtsteil in eine sogenannte NeoVagina umgeformt. Was kaum vorstellbar ist, wird dank pastischer Chirurgie mit überraschend gutem Resultat möglich. Kurz zusammengefasst und stark vereinfacht wird dabei folgendermassen vorgegangen:</p>
<ol>
<li>Die Hoden werden entfernt.</li>
<li>Der Schwellkörper und der Grossteil der Eichel werden entfernt.</li>
<li>Die Harnröhre und ein Stück der Eichel (für die NeoKlitoris) wird verlegt.</li>
<li>Im &#8220;Innenraum&#8221; wird durch Verschieben und Herumwürgen etwas Platz geschaffen.</li>
<li>Die nun hohle Penishaut wird am Ende zusammen genäht und nach innen gestülpt.</li>
<li>Aus dem Rest der Eichel wird die Klitoris geformt</li>
<li>Aus einem Teil des Hodensackes werden die Schamlippen geformt.</li>
</ol>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Risiken einer GaOp</strong></span><br />
Diese GaOp birgt eine Reihe von Risiken, wenn beispielsweise wichtige Nerven versehentlich gekappt werden, fühlt man da nichts mehr. Es kann mit der Harnröhre Probleme geben und vieles mehr. Die Chancen stehen zwar gut, dass man diesen Eingriff schadlos übersteht, aber die Risiken sind nunmal da.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Genesung nach der GaOp</strong></span><br />
Wenn alles ohne Komplikationen abgelaufen ist, bleibt man 3-4 Wochen im Spital. Man kann zwar schon nach einigen Tagen das Bett ein wenig verlassen, aber wegen der Nachbetreuung muss man ne Weile da bleiben. Wie es anschliessend weiter geht, da gehen die Erfahrungen weit auseinander. Es wird auch sehr auf den Job ankommen. In meinem Fall gehe ich davon aus, dass ich schon bald wieder arbeiten kann, weil ich eh nur sitze. Ok genau das könnte am Anfang schwierig sein, aber notfalls könnte ich auch zuhause liegend mit dem Notebook auf dem Bauch programmieren. Ich blogge ja auch oft so, das geht prima. Aber bis ich wieder auf Stöckelschuhen raumlaufen kann, dürfte dann doch noch ne Weile dauern.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Sexuelle Empfindungen</strong></span><br />
Da dieser Eingriff so ziemlich an die Grenzen der Möglichkeiten der plastischen Chirurgie geht, kann nicht erwartet werden, dass alles wundervoll läuft. Schwere Schädigungen sind zwar selten, aber die Frage wieviel man nach der Op fühlt, ob und wie es mit der Erregbarkeit steht, ob man &#8220;penetrationsfähig&#8221; ist oder sogar orgasmusfähig, all das ist in Frage gestellt. Eine gute Freundin von mir, die bei dem Chirurgen operiert wurde, der auch meine Op machen wird, kann all diese Fragen positiv beantworten, sie ist rundum zufrieden. Aber bei einigen ist das eine oder andere beeinträchtigt. Gerade bei diesem Thema müssen Betroffene sich bewusst sein, dass sie mit entsprechenden Verlusten rechnen müssen. Bei mir persönlich ist es so, dass mir die sexuellen Aspekte nicht soooo wichtig sind, aber nichts zu fühlen wär doch schwer zu verdauen. Aber wenn einem die Sexualität sehr wichtig ist, muss man sich dieses Risiko wirklich gut überlegen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Fakten über Fakten &#8211; alles über die GaOp</strong></span><br />
Das ist wie gesagt stark vereinfacht. Eine sehr ausführliche Geschichte der Geschlechtsangleichungen samt detaillierter Erklärung des <a href="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2FpLmVlY3MudW1pY2guZWR1L3Blb3BsZS9jb253YXkvVFMvREUvU1JTLURFLmh0bWwjaG9wa2lucw==">Operationsvorgangs</a> samt aussagekräftigen Skizzen und am Schluss einige Fotos der <a href="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2FpLmVlY3MudW1pY2guZWR1L3Blb3BsZS9jb253YXkvVFMvREUvU1JTLURFLmh0bWwjcGhvdG9z">Operationsergebnisse</a> nach erfolgter Verheilung.</p>
<p><a href="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2FpLmVlY3MudW1pY2guZWR1L3Blb3BsZS9jb253YXkvVFMvREUvU1JTLURFLmh0bWw=">Operativ aufgebaute Vagina bei Mann zu Frau Transsexualität</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Fotos einer NeoVagina</strong></span><br />
Nun geht&#8217;s ans Eingemachte, ich weise nochmal darauf hin, dass die in diesen Links gezeigten Bilder nichts für schwache Nerven sind, also draufklicken auf eigene Gefahr. Nachfolgender Link zeigt Fotos einer NeoVagina kurz nach der Operation und ein Jahr später. Während Ersteres ziemlich gruslig ist, zeigt Zweiteres doch ein überraschend schönes Resultat: <a href="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy50cmFuc3NleHVlbGwuZGUvbWVkLW9wa3JlZ2UwMy5zaHRtbA==">Operation Frau (Dr. Krege)</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Fotos mit Erklärung einer GaOp</strong></span><br />
Falls jemand noch stärkere Nerven hat, dann wird in nachfolgendem Link sowohl mit Bildern als auch viel technischen Informationen detailliert gezeigt, wie eine GaOp abläuft. Was hier gezeigt wird, sind sehr blutige Bilder einer Operation, deren Anblick wirklich schwer zu verdauen ist. Im Speziellen Jungs sollten sich das nicht ansehen, Ihr habt sonst monatelang Albträume <img src='http://fragen.tgirl.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
<strong style="color: red;">WARNUNG &#8211; SEHR BLUTIGE BILDER:</strong><br />
<a href="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL3d3dy50cmFuc3NleHVlbGwuZGUvbWVkLW9wa3JlZ2Uuc2h0bWw=">Operation Mann zu Frau (Dr.Krege) </a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Fazit &#8211; wenn&#8217;s sein muss, muss es halt sein</strong></span><br />
Ich denke, man sollte diese Operation nicht machen, nur weil man es möchte. Man sollte es nur machen, wenn man es machen muss. Das ist keine Blinddarmoperation, es ist ein schwerer Eingriff mit möglicherweise fatalen Konsequenzen. Nur wenn jemand ohne diesen Schritt nicht sein kann, dann muss es halt sein&#8230;.. und dann ist es auch die einzige Möglichkeit.</p>
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		<title>Kleider machen Leute &#8211; viel aber nicht zuviel</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 21:43:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diana</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bekleidung, Schminken und Styling]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleider machen Leute, dieses Sprichwort kennen wir ja alle. Gerade transsexuelle Frauen fallen genau da in die Falle, weil sie glauben, sie müssten ihre körperlichen Makel mit übertriebener Kleidung wettmachen und infolgedessen sehen sie schnell mal aus wie ein Travestiestar und werden zur Karrikatur ihrerselbst. 





An anderer Stelle habe ich betont, dass ich es für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kleider machen Leute, dieses Sprichwort kennen wir ja alle. Gerade transsexuelle Frauen fallen genau da in die Falle, weil sie glauben, sie müssten ihre körperlichen Makel mit übertriebener Kleidung wettmachen und infolgedessen sehen sie schnell mal aus wie ein Travestiestar und werden zur Karrikatur ihrerselbst. </p>
<table>
<tr>
<td><a href="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2ZyYWdlbi50Z2lybC5jaC93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMC8wNC9QQjAxMDA1NC0yMC5qcGc="><img src="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/uploads/2010/04/PB010054-20.jpg" alt="" title="PB010054-20" width="301" height="507" class="aligncenter size-full wp-image-122" /></a></td>
</tr>
</table>
<p>An anderer Stelle habe ich betont, dass ich es für sehr hilfreich halte, wenn wir feminime Akzente setzen. Wer androgyn rumläuft, irritiert das Umfeld und bewirkt, dass man viel genauer betrachtet wird, um einsortierbar zu sein. Es ist für ein ruhiges und unaufälliges Leben enorm hilfreich, wenn man aufgrund geschlechtsspezifischer Akzente sofort als Frau klassifiziert wird, aber wenn man damit einen Overkill produziert, wird man zur Lachnummer.</p>
<p>Keine Frau läuft an einem normalen Tag im knallroten Lackmini auf 14cm HighHeels durch die Strassen, keine Frau kleistert ihr Gesicht mit Farbe zu wie ein Clown und keine Frau läuft durch Shoppingmeilen im CatWalk.</p>
<p>Gerade für uns T-Girls ist es eine Gratwanderung. Einerseits dient es unserem Passing, wenn wir feminime Akzente setzen und weibliche Stereotypen erfüllen, anderseits macht uns ein zuviel-des-Guten zum Transvestiten.</p>
<ul>
<li>Röcke verbessern das Passing, aber es muss kein Lackmini sein.</li>
<li>Lippenstift macht feminimer, aber er muss nicht grad knallrot sein.</li>
<li>Makeup macht unser Gesicht sanfter, aber schichtweise aufgetragen sehen wir mumienhaft aus.</li>
<li>Mascara und Kajal erhöhen den weiblichen Look, aber eimerweise aufgetragen wirds eher witzig.</li>
<li>Schuhe mit Absätzen sind ein klar weibliches Attribut, aber überhöht wirkt es bestenfalls nuttenhaft, schlechtestenfalls einfach unecht</li>
<li>Schaukelnde Hüften sind toll, aber wenn man an den Wänden anschlägt wirkt&#8217;s wie in einem Comics</li>
</ul>
<p>Nebst der Frage des Übertreibens oder Untertreibens ist das Ganze jedoch vorallem eine Frage des Stils. Jede Frau hat ihren Stil, der ihrer Wesensart entspricht. Die Eine ist eher sportlich, die Andere eher elegant. Es gibt die verschiedensten Arten von Frauen und auch Du hast Deinen eigenen Stil. Latzhose und HighHeels passen nunmal nicht und Tshirt/Jeans/Turnschuhe wirken seltsam mit einem lady-liken Parfüm oder Makeup. Such Dich selbst, was für eine Wesensart bist Du? Finde das heraus und dann style Dich entsprechend.</p>
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		</item>
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		<title>Aller Anfang ist schwer &#8211; Angst vor der Öffentlichkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 21:27:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diana</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erste Zeit ist mit Abstand die Schwerste, das hat aber auch etwas Gutes, es geht von Tag zu Tag aufwärts   Zu Beginn sieht man ziemlich bescheiden aus, man wird von den meisten Menschen auf den ersten Blick als &#8220;Mann in Frauenkleidern&#8221; wahrgenommen und das tut grausam weh und braucht enorm viel Kraft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2ZyYWdlbi50Z2lybC5jaC93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMC8wNC9EU0NGMDAwNi0xLmpwZw=="><img style="float:left;"  src="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/uploads/2010/04/DSCF0006-1-150x150.jpg" alt="" title="DSCF0006-1" width="150" height="150" class="aligncenter size-thumbnail wp-image-130" /></a>Die erste Zeit ist mit Abstand die Schwerste, das hat aber auch etwas Gutes, es geht von Tag zu Tag aufwärts <img src='http://fragen.tgirl.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Zu Beginn sieht man ziemlich bescheiden aus, man wird von den meisten Menschen auf den ersten Blick als &#8220;Mann in Frauenkleidern&#8221; wahrgenommen und das tut grausam weh und braucht enorm viel Kraft und Rückgrat. Das führt bei den Meisten &#8211; auch bei mir &#8211; zuerst zu Vermeidungsstrategien und die sind absolut zerstörerisch und müssen bekämpft werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Ich bin eine TransFrau &#8211; na und?</strong></span><br />
Gerade weil man zu Beginn viele schräge Blicke oder Schlimmeres erdulden muss, ist es umso wichtiger, innerlich die richtige Einstellung zu haben. Widerstehe dem Drang, eine &#8220;normale Frau&#8221; zu sein und unerkannt zu sein. Steh zu Dir selbst. Du bist eine transsexuelle Frau, hast Dir das nicht ausgesucht und nicht verschuldet, Du bist einfach so und das ist ok. Die Glotzerei Deines Umfelds und allfälliges Gegrinse sind nicht Ausdruck Deiner Abartigkeit sondern Ausdruck des Unverständnisses. Die Leute sind irritiert, weil sie sowas in der Regel noch nie gesehen haben, lass sie gucken, das soll nicht Dein Problem sein. Eine Raupe ist irgendwie niedlich, ein Schmetterling ist wunderschön, aber der Cocoon sieht befremdend aus, damit musst Du leben &#8211; im Bewusstsein, dass Du mit der Zeit fliegen lernst.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Mit jedem Tag wird es besser</strong></span><br />
Gerade in der Anfangszeit, wenn Du viel beobachtet und belächelt wirst, halte Dir immer vor Augen, dass Du Dich fortan von Tag zu Tag entwickeln wirst. Am Anfang schauen Dich 90% der Leute blöd an, dann 80%, dann 70%, irgendwann aber wird der Tag kommen, an dem 90% der Leute Dich nicht mal mehr beachten, an dem Du ein Mädel unter Tausenden bist. Selbst dann wird es gelegentlich Leute geben, die Deine Andersartigkeit bemerken, aber diese sind bis dahin eine Minderheit und mit der wirst Du leben können. Aber es wird ganz langsam aufwärts gehen, so langsam, dass Du es kaum bemerkst. Doch eines Tages wirst Du zurückblicken und verwundert feststellen, dass alles anders geworden ist. Bei mir war es genauso, vor einem Jahr fühlte ich wie in einem Zoo, ich wurde angestarrt als ob ich ein Alien wäre, heute gehe ich in der Menge unter und nur noch selten schaut mich jemand irritiert an. Und selbst dann kann ich über der Sache stehen, weil mich diese ganze harte Zeit stark gemacht hat und ich heute zu mir stehen kann, als eine transsexuelle Frau, die sich für nichts zu schämen hat, gerade weil sie nichts anders tut als sich selbst zu sein, etwas was den meisten der sogenannt Normalen nie gelingt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Den Mutigen gehört die Welt</strong></span><br />
Wichtig dabei ist, dass man sich nicht versteckt. Wozu erkämpfe ich mir mein Leben, wenn ich es dann im Geheimen leben muss? Ich habe ein Leben lang darunter gelitten, nicht mich selbst sein zu können. Jetzt kann und tue ich genau das, mich jetzt zu verstecken, wäre Verrat an mir selbst und würde meinen Weg zur totalen Sinnlosigkeit degradieren. Du hast Dich entschieden, Dich selbst zu sein und für Dich einzustehen, dann geh Deinen Weg und lass die Leute reden, oder lass sie lachen, lass sie spotten, aber geh Deinen Weg weiter, Dir selbst treu, so wirst Du wahres Leben finden!</p>
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		</item>
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		<title>Outing &#8211; wie sag ich&#8217;s wem?</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 20:51:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diana</dc:creator>
				<category><![CDATA[Outing]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Outing dürfte einer der schwierigsten Aspekte sein, wenn man die soziale Geschlechterrolle dem Inneren anpasst. Die schlechte Nachricht ist, es ist eine harte Knochenarbeit. Die gute Nachricht ist, man ist in der Regel im Nachhinein erstaunt, wie leicht es doch war.
Alles oder nichts?
Als erstes stellt sich die Frage der Strategie, dabei gibt es zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Outing dürfte einer der schwierigsten Aspekte sein, wenn man die soziale Geschlechterrolle dem Inneren anpasst. Die schlechte Nachricht ist, es ist eine harte Knochenarbeit. Die gute Nachricht ist, man ist in der Regel im Nachhinein erstaunt, wie leicht es doch war.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Alles oder nichts?</strong></span><br />
Als erstes stellt sich die Frage der Strategie, dabei gibt es zwei Wege. Entweder ich oute mich immer mal wieder in möglichst lang von einander liegenden Abständen beim Einen oder Anderen und ziehe diesen Prozess so bis zum jüngsten Tag hin, oder ich ziehe alles an einem Band durch. Meine Wortwahl zeigt bereits, was ich empfehle. Die Angst vor dem Outing ist riesengross, man befürchtet, dass man die ganze Welt verliert, niemand einem versteht und alle einem den Rücken kehren. Vielleicht ist dem so, vermutlich eher nicht. Aber diese Angst verführt einem dazu, das Outing stückweise zu vollziehen und damit quält man sich durch eine endlose Zeit und verlängert den Zustand der Angst immens. Ich selbst habe die Augen-zu-und-durch Variante gewählt und bin damit sehr gut gefahren.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Kettenreaktionen führen zum Super-GAU</strong></span><br />
Man neigt dazu, sich dazu verleiten zu lassen, dass man es möglichst wenig Leuten sagt und sich darauf verlässt, dass die Anderen es dann indirekt erfahren. So erspart man sich das direkte Outing, umgeht die Angst, aber was kommt dabei heraus? Man kennt das mit Gerüchten. Sage ich einer Person etwas und diese erzählt es weiter, wird nicht dasselbe ankommen. Nach der fünften Weitergabe bleibt nur noch wenig von der ursprünglichen Mitteilung übrig. Das ist der ideale Nährboden für Gerüchte und Fehlinterpretationen. Eine Kettenreaktion führt zu einer unkontrollierbaren Explosion.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Direkte Offenheit entwaffnet</strong></span><br />
Menschen sind überraschend lernfähig und noch überraschender tolerant. Wenn Du Dich vor jemanden hinstellst, ihm in die Augen schaust und ihm objektiv etwas erklärst, direkt und ohne scheu, dann wird das auch entsprechend ankommen. Missverständnisse beruhen auf Unwissen, die einzige Waffe dagegen ist Offenheit. Je weniger Du sagst, umso mehr muss interpretiert werden und umso mehr wird missverstanden. Offenheit braucht Überwindung, aber sie lohnt sich.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Augen zu und durch</strong></span><br />
Die Zeit vor dem Outing sind der pure Horror, man ersäuft in Angst, stellt sich die schlimmsten Worst-Case Szenarien vor und macht sich völlig verrückt. Und das wird solange dauern, bis man alle, wirklich alle Outings durch hat. Deshalb gibt es nach meiner Erfahrung nur einen Weg, zieh das so rasch wie möglich durch, von A bis Z. An dem Tag, an dem Du das letzte Outing hinter Dir hast, wirst Du erleichtert und frei sein, wie nie zuvor in Deinem Leben. Es gibt keine Angst mehr, keine Ungewissheit, Du bist jetzt wirklich frei Dich selbst zu sein. Vielleicht verlierst Du unterwegs einige Leute, aber diejenigen die einem deswegen den Rücken kehren, waren es nicht wert, weil gute Freunde einem nehmen wie man ist und nicht wie sie einem gern hätten. Ich habe diesen Weg gewählt, habe innert wenigen Tagen alle darüber informiert, wer ich bin, wer ich sein werde und was mich dazu treibt, mein Leben derart auf den Kopf zu stellen. Nach wenigen Tagen war der Spuk vorbei, es kostete unglaublich viel Kraft und ich musste die schlimmsten Ängste überwinden, aber lieber ein paar Tage die Hölle durchqueren als ein Leben lang gaaren.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Lösch das Feuer im Zentrum</strong></span><br />
Jeder Feuerwehrmann weiss, wenn Du am Rand des Feuers löschst, kannst Du bis zum jüngsten Tag löschen. Beginne im Zentrum, denn wenn das Zentrum mal gelöscht wird, verliert auch der Rest seine Kraft. So ist es auch mit den Outings. Man neigt dazu, lieber zuerst die einfachen Outings zu machen, sozusagen zum Üben. Aber so wird man während all der Zeit ständig von Furcht begleitet, weil es immer noch schlimmer wird. Ich habe den umgekehrten Weg gemacht und habe mit den Outings begonnen, vor denen ich mich am meisten gefürchtet habe. Schon wenn Du das erste und schwerste Outing hinter Dir hast, wird von da an alles nur noch einfacher, Du hast das Schlimmste hinter Dir. Man kann allenfalls zuerst die besten Freunde einweihen, von denen man annimmt, dass sie gut damit umgehen werden, sozusagen als Übung und um Mut zu bekommen. Aber man sollte keinesfalls die beängstigsten Outings bis zum Schluss aufsparen, das wäre total zermürbend und man wäre ständig von Angst begleitet.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Was muss gesagt werden</strong></span><br />
Es gibt verschiedene Gruppen von Menschen, denen man das Ganze unterschiedlich erklären muss. Einerseits ist es das persönliche Umfeld (Familie u.s.w.) der man sehr vertieft und nachfühlbar erklären muss, wie gross der Leidensdruck ist, der einem zu diesem Schritt zwingt. Dann gibt es das weitere Umfeld (Firma, Freundeskreis), denen man einfach die Fakten erklären muss.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Der engste Kreis</strong></span><br />
Der schwierigste Teil sind die engsten Freunde, die Familie und alle die einem wirklich lieben. Da reicht es nicht, sie einfach mit Tatsachen zu konfrontieren. Sie verlieren ihren Mann, Vater oder was auch immer. Ihnen muss man erklären, wie gross der Leidensdruck ein Leben lang war, wie wichtig es für einem ist, dass dies der einzige Weg ist um ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Wer einem liebt, der will, dass es einem auch gut geht. Das ist der Angelpunkt an dem man sich erklären muss. Wenn jemand Dich wirklich liebt und begreift, wie schlimm Dein Leben bisher war und wie glücklich Du sein könntest, dann kann diese Person nicht anders als Dich zu nehmen wie Du bist. Hier braucht es viele Gespräche und vorallem kompromisslose Offenheit.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Der weitere Kreis</strong></span><br />
Menschen im weiteren Freundeskreis wie Firma u.s.w. kommen nach meiner Erfahrung recht gut damit klar. Bei ihnen reicht es in der Regel, mit wenigen Worten zu erklären, dass man ein Leben lang gelitten hat und dass man sich nun das Recht nimmt, diesem Leiden ein Ende zu setzen. Menschen sind heutzutage sehr tolerant und die meisten gehen nach dem Motto: solange Du ein netter Mensch bist, kannst Du Mann, Frau oder Erdferkel sein, das ist mir egal. Bei meinen Outings im Geschäft habe ich mit allen gesprochen, aber meist nur wenige Minuten. Das reichte, damit sie akzeptieren konnten, dass ich halt fortan irgendwie anders in Erscheinung treten werde und in den Rest wachsen sie rein, früher oder später.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Halt den Kopf hoch</strong></span><br />
Wichtig bei allen Outings ist die richtige innere Einstellung. Du hast nichts zu beichten, es gibt nichts weswegen Du Dich schämen müsstest. Du hast ein Problem und das muss gelöst werden und Du weisst die Lösung und wirst diese auch vollziehen. Du legst kein Geständnis ab, Du informierst. Es ist Dein Leben und nur Du hast das Recht über Dich zu entscheiden. Du veränderst Dich, aufgrund des Rechts auf Selbstentfaltung, das jedem Lebewesen zusteht. Du bist nicht schlechter als Andere, Du bist nur ein wenig anders und diese Andersartigkeit ist kein Makel sondern einfach Deine ganz eigene Wesensart, die so gut oder schlecht ist wie jede Andere auch. Du gehörst zu den wenigen Menschen, die den Mut haben, für sich selbst einzustehen und sich selbst treu zu sein, dafür muss man sich nicht schämen, das zeichnet einem aus.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Das Positive überwiegt</strong></span><br />
Beim Outing riskiert man einiges, verliert vielleicht Menschen die einem lieb sind, aber die sind es wie bereits gesagt nicht wert. Wenn jemand Dich ablehnt, nur weil Du Dich selbst retten willst, dann verlierst Du nichts, einfach gar nichts an diesem Menschen. Nach meiner Erfahrung können die meisten Menschen überraschend gut damit umgehen. Sie sind irritiert, brauchen eine gewisse Zeit um mit dieser Veränderung klar zu kommen, aber schlussendlich mögen sie den Menschen der Du bist, ob Du nun Hosen oder Rock anhast.</p>
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		<title>Passing dank Kleidung und Styling</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 17:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bekleidung, Schminken und Styling]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorallem in der Anfangszeit sehen wir T-Girls nunmal aus wie Kerle in Frauenkleidern und das macht den Gang an die Öffentlichkeit zu einem Spiessrutenlauf. Blöde Blicke zermürben uns und wir würden am liebsten mit einer Burka rumlaufen. Zaubern können wir nicht, breite Schultern, tiefe Stimme, Bartschatten und vieles mehr sind als ob wir ein Schild [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorallem in der Anfangszeit sehen wir T-Girls nunmal aus wie Kerle in Frauenkleidern und das macht den Gang an die Öffentlichkeit zu einem Spiessrutenlauf. Blöde Blicke zermürben uns und wir würden am liebsten mit einer Burka rumlaufen. Zaubern können wir nicht, breite Schultern, tiefe Stimme, Bartschatten und vieles mehr sind als ob wir ein Schild über dem Kopf hätten auf dem steht: &#8220;ey guck und grins blöd&#8221;. Aber wir können doch so einiges verbessern. Damit lässt sich nicht auf Anhieb ein 100% Passing hinkriegen, aber es hilft schon viel, wenn die grosse Mehrheit einem nicht mehr bemerkt. Um das zu erreichen, heisst es: Akzente setzen!</p>
<p>Nachfolgende Bilder sind zwei Monate voneinander entfernt, auch wenn ich beim neueren Bild noch weit entfernt davon war, &#8220;meinen Stil&#8221; gefunden zu haben, sind die Unterschiede doch erstaunlich und zeigt, was für ein Potential ein geschlechtstypisiertes Styling haben kann. </p>
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<td valign="top"><a href="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2ZyYWdlbi50Z2lybC5jaC93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxMC8wNC9EU0NGMDAwNC0xLmpwZw=="><img src="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/uploads/2010/04/DSCF0004-1.jpg" alt="" title="DSCF0004-1" width="170" height="479" class="alignnone size-full wp-image-64" /></a></td>
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</tr>
</table>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Der Hirnscanner sucht Akzente</strong></span><br />
Das menschliche Hirn ist eine lustige Kiste. Wir scannen unsere Umwelt und unser Hirn registriert alles was kreucht und fleucht, in dem es markante Punkte wiedererkennt. Selbst ein Strichmännchen oder ein Smiley wird sofort erkannt, weil die wesentlichen Eckpunkte erkennbar sind. Wenn wir durch die Strassen laufen, registriert unser Hirn alles was sich um uns rum bewegt. Alles wird klassifiziert und löst gegebenenfalls Reaktionen aus wie Angst, Irritation oder Sonstiges. Wenn jemand einem Wesen begegnet, das nicht sofort als männlich oder weiblich erkennbar ist, beginnt der Feinscanner, das heisst, wir analysieren das Gegenüber viel detailierter. Und genau hier liegt nun der Trick.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Jenseits der Androgynität</strong></span><br />
Die Unterscheidung zwischen männlich und weiblich erfolgt aufgrund von Klischees und anatomischen Eckpunkten. Läuft jemand in Jeans-Tshirt-Turnschuhen vorbei und hat auch noch kurze Haare, dann muss unser Hirncomputer genauer hinschauen was das für n&#8217;Ding ist. Kommt da jedoch was mit kurvigem Körper, langen Haaren, Rock auf hohen Absätzen, mit Farbe im Gesicht&#8230;&#8230; spätestens da wird das Gegenüber in die Weiberkiste geschmissen und damit ist in der Regel die Sache erledigt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Der Mensch &#8211; das Piktogramm</strong></span><br />
Wir sind uns das nicht bewusst, aber wir scannen tatsächlich alles um uns rum. Wo sofort vermeintliche Klarheit herrscht, ignorieren wir das Gegenüber. Deshalb ist nach meiner Erfahrung enorm hilfreich, wenn man Akzente setzt, die unserem Umfeld mit klaren Signalen zeigen, was für ein Geschlecht wir sind.</p>
<p>Man kennt ja diese Piktogramme auf Klos. Noch einfacher ging&#8217;s nicht. Trotzdem sieht man immer sofort, welches das Herren- und welches das Damenklo ist. Genau das können wir uns zunutzen machen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Kein Overkill &#8211; dezente Akzente</strong></span><br />
Dabei ist es aber ebenso wichtig, keinen Overkill zu fabrizieren. Keine Frau läuft rum wie ein PinUp Model. Roter Lackmini und 14cm Pumps sind zwar feminim, fördern aber nicht grad die Unauffälligkeit oder die Natürlichkeit. Es geht hier nicht darum, vollgas zu geben sondern dezent die wesentlichen Akzente zu setzen. Ein schlichter Rock, feminime Schuhe, dezenter Lippenstift und etwas Dunkelzeuchs um die Augen und schon sind die uns umgebenden Hirncomputer zufrieden und klassifizieren uns auf den ersten Blick korrekt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Die Mehrheit zählt</strong></span><br />
Klar, wenn jemand genauer hinschaut, dürften nur Wenige so gut rüberkommen, dass es nicht zu Irritationen führt. Aber nach meiner Erfahrung stärkt es das Selbstbewusstsein erheblich, wenn wenigstens die grosse Mehrheit an einem vorbeiläuft, ohne dass die Augen aus den Höhlen treten.</p>
<p>Svenja hat einmal eine 7-teilige Serie zum Thema Passing geschrieben, die ich an dieser Stelle wärmstens empfehle. Abgesehen von dem für sie typischen Humor, ist diese Serie voll von wertvollen Tipps:<br />
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		<title>HRT: Hormone im Internet bestellen</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 16:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizinisches]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wo kann ich im Internet Hormone bestellen?
Wo bekomme ich Östrogene oder Testosteronblocker (Androcur)?
Wo kann ich Diane-35 bestellen

So oder ähnlich lauteten schon viele Mailanfragen, die mich über mein Blog-Tagebuch erreichten. Sinngemäss habe ich stets dieselbe Antwort gegeben:
Selbstmedikation ist eine sehr gefährliche Sache
Bei einer Hormonbehandlung (HRT) setzt man sich vielen Risiken aus wie Trombosen, was zu einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Wo kann ich im Internet Hormone bestellen?</li>
<li>Wo bekomme ich Östrogene oder Testosteronblocker (Androcur)?</li>
<li>Wo kann ich Diane-35 bestellen</li>
</ul>
<p>So oder ähnlich lauteten schon viele Mailanfragen, die mich über mein Blog-Tagebuch erreichten. Sinngemäss habe ich stets dieselbe Antwort gegeben:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Selbstmedikation ist eine sehr gefährliche Sache</strong></span><br />
Bei einer Hormonbehandlung (HRT) setzt man sich vielen Risiken aus wie <strong>Trombosen</strong>, was zu einer <strong>tödlichen Embolie</strong> führen kann oder <strong>Schädigung der Leber</strong>. Eine HRT sollte immer von einem Arzt überwacht werden. Wenn man es wirklich nicht lassen kann und das Risiko einer Selbstmedikation eingeht, ist es absolut wichtig, dass man mindestens alle 6 Monate die <strong>Blut- und Leberwerte von einem Hausarzt überprüfen lässt</strong>. Die ziehen zwar die Augenbraue hoch, wenn man sagt, man würde selbstständig Hormone nehmen, aber sie lynchen einem deswegen nicht grad und sind in der Regel bereit, die Blutwerte zu überprüfen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Vorsichtige Dosierung</strong></span><br />
Bei der <strong>Dosierung</strong> ist es wichtig, dass man langsam einsteigt. Man liest im Internet die wildesten Zahlen, die von 2mg Estradiol bis 8mg varieren. Auch beim Testosteronblocker Androcur varieren die Empfehlungen von 10-100mg. So Empfehlungen sind Unsinn, weil es dabei auf Alter, Gewicht und was weiss ich ankommt. Zu Beginn würde ich keinesfalls mehr als 2mg Estradiol und 10mg Androcur nehmen. Ich persönlich habe mit 2mg Estradiol angefangen. Nach knapp 2 Monaten dann auf 4mg erhöhnt. Dann kam 25mg Androcur dazu, das später auf 50mg erhöht wurde. Dabei ist zu bedenken, dass es verschiedene Östrogene gibt. Meines Erachtens sollte man ohne Ärztliche Verschreibung nicht mehr als 4mg Estradiol und 25mg Androcur nehmen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Spiel mit dem Feuer</strong></span><br />
So oder sei muss nochmal betont werden, dass es ein gefährliches Spiel mit dem Feuer ist, so eine HRT kann zu <strong>irreversiblen Schäden bis hin zum Tod</strong> führen. Vorallem <strong>Raucherinnen</strong> haben zusammen mit den Östrogenen ein ca. <strong>20-faches Trombose-Risiko</strong>!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Antibaby-Pille Diane-35</strong></span><br />
Häufig fragen mich Mädels an wegen der Antibaby-Pille <strong>Diane-35</strong>. Diese ist bei T-Girls sehr beliebt, weil sie neben dem Östrogen ein wenig Testosteronblocker drin hat. Dazu gibts nur eins zu sagen: <strong>FINGER WEG</strong>! Erstens hat Diane-35 eine Estradiol-Variante drin, die für eine Transition nicht geeignet ist und was viel schlimmer ist, sie ist in Bezug auf das Tromboserisiko eine der gefährlichsten Pillen. Wer unbedingt die Pille will, sollte eher &#8220;<strong>Estrofem 2mg</strong>&#8221; nehmen, die wird mir jetzt auch von der Endokrinologie verschrieben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Pflaster sind besser als Pillen</strong></span><br />
Da Pillen über die Leber aufgenommen werden und diese arg belasten (vorallem wenn zusätzlich Androcur eingenommen wird), ist es empfehlenswert, anstelle dessen <strong>Hormonpflaster</strong> zu nehmen. Diese gehen nicht über die Leber und sind deshalb verträglicher. Ich habe eine Zeit lang &#8220;<strong>EvoPad 100mcg</strong>&#8221; genommen. Bei diesen sollte zu Beginn nur ein Pflaster pro Woche verwendet werden, später kann man zwei Mal pro Woche eines nehmen. Um hoch zu dosieren, nimmt man jede Woche zweimal jeweils zwei Pflaster. So hoch sollte man bei einer Selbstmedikation meines Erachtens jedoch nicht gehen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Hormone im Internet bestellen</strong></span><br />
Im Internet wimmelt es von Online-Apotheken, die unseriös sind. Bestenfalls verliert man eine Menge Geld, schlechtestenfalls bekommt man Medikamentekopien die schwer gesundheitsschädigend sein können. Ich habe mit <a href="http://fragen.tgirl.ch/wp-content/plugins/feed-statistics.php?url=aHR0cDovL2dvbGRwaGFybWEuY29tLw==">GoldPharma</a> gute Erfahrungen gemacht. Die Abrechnungen waren immer ok, die Lieferung erfolgte innert einer Woche zuverlässig und die Medikamente waren ok. Dort ist sowohl EvoPad, Estrofem (=Estrifam) als auch Androcur erhältlich.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Das ist KEINE Empfehlung</strong></span><br />
Ich möchte nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich niemandem empfehle, selbstständig Medikamente zu verabreichen. Das ist hochgefährlich! Auch meine &#8220;Empfehlungen&#8221; erfolgen nur deshalb, weil ich weiss, dass Viele diessen Weg gehen auf Teufel komm raus. Da halte ich es für sinnvoll, auf bewährte Apotheken zu verweisen oder Dosierungsempfehlungen abzugeben. Aber all meine Angaben sind nur von mir selbst geprüft, wer sich bei so einer Selbstmedikation die Finger verbrennt, ist selber schuld und soll sich anschliessend nicht bei mir beklagen.</p>
<p>Mein Empfehlung lautet:<br />
<strong>Geht dieses Risiko nicht ein, wenn es irgendwie zu vermeiden ist.</strong></p>
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